Bei der Kunstlinse handelt es sich um eine sogenannte Vorderkammerlinse. Sie wird vor die natürliche Augenlinse in die vordere Augenkammer gesetzt. Dieses Konzept gibt es seit 1979. Es wurde zunächst bei linsenlosen Augen nach der Staroperation angewandt. Linsen, die zusätzlich ins Auge gebracht werden, nennt man "phake" Linsen. Auf diesem Gebiet liegt aus der Geschichte der Staroperationen ein langer Erfahrungsschatz vor.
Mit der phaken Linse Chachet der Firma Alcon können Fehlsichtigkeite zwischen -6,00 und -16,50 Dioptrien ausgeglichen werden. Der Vorteil ist, dass der Eingriff wieder rückgängig gemacht werden kann.
Der Vorteil gegenüber der Lasik und der PRK besteht darin, dass höhere Fehlsichtigkeiten ausgeglichen werden können. Bei der Kurzsichtigkeit liegt die Spanne bei -3 bis -21 Dioptrien und bei der Weitsichtigkeit von + 3 bis + 10 Dioptrien. Der Vorteil ist, dass der Eingriff wieder rückgängig gemacht werden kann, zum Beispiel wenn der Patient im Alter einen Grauen Star bekommt oder wenn andere Augenerkrankungen das erforderlich werden lassen.
Die Verbesserung der Sehleistung lässt sich bei diesem Verfahren sehr gut vorhersagen.
Ca. 70 % der Operierten erreichen nach Abheilung eine Refraktion von +/- 1,0 Dioptrie und kommen bei vielen Tätigkeiten ohne Brille aus.
Vor einer gewünschten Operation führt Ihr Augenarzt eine gründliche Untersuchung durch. Da es sich um einen kosmetischen Eingriff handelt, dürfen nur gesunde Augen operiert werden. Eine refraktive Operation ist immer eine Korrektur Ihrer Fehlsichtigkeit und keine medizinische Behandlung. Das heißt, der Bau des Auges und ein mögliches Fortschreiten der Fehlsichtigkeit können nicht beeinflusst werden.
Aktuelles:
Gemeinschaftspraxis/Augentagesklinik sucht zum April 2013:
- Fachärztin/Facharzt für Augenheilkunde - eine Weiterbildungsstelle zur medizinischen Fachangestellten - und eine examinierte Arzthelferin